Denkanstoß OSTSEE-ZEITUNG Lokalseite 23.04.2010
Seid Gastfrei
Rostock - das Tor zur Welt, so war es in dieser Woche in einer Beilage der örtlichen Presse zu den Hafengeburtstagen zu lesen.
Durch ein Tor bewegen sich Menschen ein- und aus. In diesem speziellen Fall sind es Passagier- und Frachtschiffe auf denen Menschen aus aller Welt in unsere Stadt und Region gelangen.
Dabei möchte ich die Besatzungen der Schiffe besonders in den Blick rücken.
Seeleute sind auch immer Nachrichtenüberbringer. Sie erzählen in anderen Häfen oder zu Hause davon, was sie an den verschiedenen Orten erlebt haben und wie ihnen dort begegnet wurde. Auf dieses Weise werden sie auch zu Botschaftern unserer Stadt. Wenn unsere Stadt dann auch noch gut dabei weg kommt, dann ganz bestimmt deswegen, weil Seeleute sich willkommen fühlten. Willkommen sein kann damit beginnen, dass die Besatzungen durch die Mitarbeitenden der Schifffahrtsbehörden, der Hafenbetreiber, der Maklereien, den Lotsen usw. sich darauf verlassen können, dass Fremde bei Fremden angenommen sind und so ein Stück Menschlichkeit erfahren.
Als Mitarbeitende der Seemannsmission nehmen wir diese Aufgabe besonders wahr.
Wir können dies, weil uns die Hafenbetreiber wie die HERO, der Fracht- und Fischereihafen, die Stadt, Maklereien und viele mehr dabei helfen, dem Satz aus dem Brief an die Hebräer 13,2 , versuchen zu entsprechen: "Vergesst nicht Gastfreundschaft zu üben! Denn ohne es zu wissen haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen."
Manche Engel fahren eben zur See ...